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Preisliste für Handwerker: kostenlose Vorlage mit Rechner

Tragen Sie je Leistung eine Einheit und einen Preis ein, dazu das Gültigkeitsdatum und die Angabe zur Umsatzsteuer. Die Excel-Vorlage rechnet Netto und Brutto automatisch und enthält einen Einheitspreis- und einen Stundensatz-Rechner.

Kostenlos, ohne Anmeldung. Gegenüber Privatkunden nennen Sie Endpreise mit Umsatzsteuer (§ 3 PAngV).

Preisliste direkt im Browser erstellen

Keine Lust auf Excel? Wählen Sie Ihr Gewerk, tragen Sie Ihre Preise ein und drucken Sie die Liste oder speichern Sie sie als PDF. Die vier Beispielzeilen können Sie überschreiben.

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Was in eine Handwerker-Preisliste gehört

  1. Betrieb und „gültig ab“: So ist klar, von wem die Liste stammt und welcher Stand gilt.
  2. Leistung in Worten, die der Kunde versteht: „Wände streichen, zweimal“ statt einer internen Kurzbezeichnung.
  3. Einheit: pro Stück, m², m³, laufendem Meter, Stunde, Tag oder pauschal.
  4. Preis mit klarer Steuerangabe: brutto, netto oder Kleinunternehmer.
  5. Mindestpreis und Anfahrt: Damit sich kleine Aufträge rechnen.
  6. Zuschläge: zum Beispiel für Samstag, Abend oder Notdienst.
  7. Was nicht enthalten ist: etwa Material, Gerüst oder Entsorgung.

Muster: Preisliste eines Malerbetriebs

LeistungEinheitNettoBrutto (19 %)
Wände streichen, zweimalm²12,50 €14,88 €
Decke streichenm²15,00 €17,85 €
Raufaser tapezierenm²9,80 €11,66 €
Abdecken und Abklebenpauschal150,00 €178,50 €
ArbeitsstundeStd.55,00 €65,45 €
Anfahrtpauschal35,00 €41,65 €
Mindestpreis je Auftragpauschal120,00 €142,80 €
Samstagszuschlagauf Arbeitsstunden25 %25 %

Beispielpreise frei erfunden, keine Marktpreise. Kalkulieren Sie Ihre eigenen Preise.

Einheitspreis berechnen: So kommen Sie auf Ihren m²-Preis

Einheitspreis = Stundensatz ÷ Leistung pro Stunde + Material × (1 + Aufschlag)

Beispiel Zaun, 12 m × 1,8 m = 21,6 m²: 55 € ÷ 4 m² pro Stunde = 13,75 € Arbeit, dazu 32 € Material + 15 % = 36,80 €. Das ergibt 50,55 € pro m² netto und für den Auftrag 1.091,88 € netto oder 1.299,34 € brutto.

Einheitspreis: 50,55 € pro m² netto · 60,15 € brutto

Davon Arbeit 13,75 € und Material 36,80 € pro m².

12,00 m × 1,80 m = 21,60 m². Auftrag: 1.091,88 € netto, 1.299,34 € brutto.

Und der Stundensatz?

Teilen Sie alle Jahreskosten einschließlich Ihres Unternehmerlohns und eines Gewinnzuschlags durch die Stunden, die Sie tatsächlich abrechnen können. Beispiel: 18.000 € Betriebskosten + 36.000 € Unternehmerlohn + 10 % Gewinnzuschlag (5.400 €) = 59.400 €. Geteilt durch 1.100 abrechenbare Stunden ergibt das 54,00 € netto. Der Rechner ist in der Excel-Vorlage enthalten.

Beispielpositionen je Gewerk

GewerkTypische Positionen und Einheiten
Maler und LackiererWände und Decken streichen (m²), Tapezieren (m²), Abdecken (pauschal), Arbeitsstunde
ElektroSteckdose setzen (Stück), Schalter tauschen (Stück), Leitung verlegen (lfm), Prüfung (pauschal)
Sanitär und HeizungArmatur tauschen (Stück), Rohr verlegen (lfm), Notdienst-Anfahrt (pauschal), Arbeitsstunde
Garten- und LandschaftsbauRasen mähen (m²), Hecke schneiden (lfm), Zaun setzen (m²), Grünschnitt entsorgen (m³)
Trockenbau und FliesenWand stellen (m²), Fliesen verlegen (m²), Sockelleiste (lfm), Bauschutt entsorgen (m³)

Diese Positionen laden Sie auch in den Generator. Preise tragen Sie selbst ein, denn sie hängen von Region, Betrieb und Aufwand ab.

Netto, brutto oder Kleinunternehmer?

Sie richten sich an …Das steht in der ListeBeispiel
PrivatkundenEndpreis einschließlich Umsatzsteuer (§ 3 PAngV). Nennen Sie auch den Nettopreis, heben Sie den Endpreis hervor.65,45 € pro Stunde, inkl. 19 % USt
GeschäftskundenNetto ist üblich und zulässig, weil die Preisangabenverordnung nur gegenüber Verbrauchern gilt (§ 1 PAngV).55,00 € pro Stunde zzgl. USt
Als Kleinunternehmer alle KundenIhr Preis ist der Endpreis. Keine Umsatzsteuer ausweisen, sondern einen Hinweis nach § 19 UStG ergänzen.55,00 € pro Stunde

Sprechen Sie beide Zielgruppen an, führen Sie am besten zwei Listen. So sehen Privatkunden nicht versehentlich Nettopreise.

Pflicht zum Preisverzeichnis nach § 12 PAngV

Viele Vorlagen verschweigen es: Wer Verbrauchern Leistungen anbietet, muss grundsätzlich ein Preisverzeichnis über seine wesentlichen Leistungen oder Verrechnungssätze aufstellen. Stundensätze müssen dabei die Umsatzsteuer enthalten, Materialkosten dürfen eingerechnet sein.

Ihre SituationWas gilt
Standardleistungen für Laufkundschaft, etwa in Laden oder WerkstattPreisverzeichnis in den Geschäftsräumen anbringen, außerdem im Schaufenster oder Schaukasten, falls vorhanden. Ist die Liste zu umfangreich, halten Sie sie zur Einsicht bereit (§ 12 Abs. 2 PAngV).
Leistungen, die üblicherweise nach einem schriftlichen Angebot oder Voranschlag für den Einzelfall erbracht werdenAusgenommen (§ 12 Abs. 4 Nr. 1 PAngV). Das betrifft viele Bau- und Montageaufträge. Die Preisliste ist hier Ihre interne Kalkulationsgrundlage.
Nur GeschäftskundenKeine Pflicht aus der Preisangabenverordnung.

Im Zweifel fragen Sie Ihre Handwerkskammer. Allgemeine Information, keine Rechtsberatung.

Von der Preisliste zum Angebot: in der App

Eine Excel-Liste müssen Sie bei jedem Auftrag neu öffnen und von Hand übertragen. In Invoice Better wird Ihre Preisliste zum Rechner:

  1. Preisliste einmal anlegen. Pro Stück, m² oder m³, mit Mindestpreis sowie Stunden- und Tagessätzen mit Zuschlägen.
  2. Leistung antippen, Maße eingeben. Zum Beispiel 12 m × 1,8 m Zaun. Der Betrag rechnet sich beim Tippen.
  3. Angebot als PDF senden. Sagt der Kunde zu, wird daraus mit einem Tipp die Rechnung.

Am iPhone oder iPad, ohne Konto und auch offline auf der Baustelle.

Rechnung aus Invoice Better mit Positionen nach Einheitspreis: Wände streichen 48 Quadratmeter mal 12,50 Euro, Decke streichen 22 Quadratmeter mal 15,00 Euro, Gesamtbetrag 1.250,00 Euro
Aus Menge × Einheitspreis wird die Position auf der Rechnung. Beispieldaten.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich eine Preisliste als Handwerker?

Listen Sie Ihre häufigsten Leistungen auf, wählen Sie für jede eine Einheit und kalkulieren Sie den Preis aus Arbeitszeit, Material und Aufschlag. Ergänzen Sie Mindestpreis, Zuschläge, Gültigkeitsdatum und die Angabe zur Umsatzsteuer. Unsere Excel- und Word-Vorlagen enthalten diese Felder bereits.

Wie berechne ich einen Quadratmeterpreis?

Teilen Sie Ihren Stundensatz durch die Fläche, die Sie pro Stunde schaffen, und addieren Sie das Material pro Quadratmeter samt Aufschlag. Bei 55 € Stundensatz, 4 m² pro Stunde und 36,80 € Material ergibt das 50,55 € netto pro m².

Gehören Brutto- oder Nettopreise in die Preisliste?

Gegenüber Privatkunden nennen Sie Endpreise einschließlich Umsatzsteuer (§ 3 PAngV). Gegenüber Geschäftskunden sind Nettopreise üblich und zulässig. Als Kleinunternehmer weisen Sie keine Umsatzsteuer aus, Ihr Preis ist der Endpreis.

Muss ich als Handwerker eine Preisliste aushängen?

Das hängt von Ihren Leistungen ab. Wer Verbrauchern Leistungen anbietet, muss grundsätzlich ein Preisverzeichnis aufstellen und in den Geschäftsräumen anbringen (§ 12 PAngV). Ausgenommen sind Leistungen, die üblicherweise nach einem schriftlichen Angebot oder Voranschlag für den Einzelfall erbracht werden.

Ist eine Preisliste verbindlich?

In der Regel ist sie noch kein bindendes Angebot, sondern eine Orientierung für den Kunden. Bindend wird Ihr konkretes Angebot an den Kunden (§ 145 BGB). Die Preise in der Liste müssen trotzdem stimmen, denn sie dürfen Kunden nicht in die Irre führen.

Wie oft sollte ich meine Preise anpassen?

Prüfen Sie Ihre Preise mindestens einmal im Jahr und immer dann, wenn Material- oder Lohnkosten deutlich steigen. Vergeben Sie jeweils ein neues Datum bei „gültig ab“. Bereits angenommene Angebote gelten zu den vereinbarten Preisen weiter.

Darf ich einen Mindestpreis oder eine Anfahrtspauschale verlangen?

Ja, wenn Sie das vor dem Auftrag klar nennen. Weisen Sie beides in der Preisliste und im Angebot aus, gegenüber Privatkunden mit Umsatzsteuer.

Welche Einheiten nutze ich am besten?

Die Einheit, nach der Aufwand und Kundenverständnis am besten zusammenpassen: m² für Flächen, m³ für Volumen, laufende Meter für Leitungen, Stück für Einbauten, Stunde oder Tag für schwer planbare Arbeit und pauschal für klar abgegrenzte Leistungen.

Excel-Vorlage oder App: Was ist besser?

Für den Einstieg und am Schreibtisch reicht Excel. Wer Angebote vor Ort schreibt, spart mit einer App Zeit, weil sich Beträge aus Maß und Preisliste direkt rechnen und daraus Angebot und Rechnung entstehen. Invoice Better macht das am iPhone und iPad, auch offline.

Passende Vorlagen und Ratgeber

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Stand und Quellen

Zuletzt geprüft am · Allgemeine Information, keine Steuer- oder Rechtsberatung.